Zensursula in der Kritik
Unsere liebe Familienministerin gerät zunehmend mehr in die Kritik ob ihrer geplanten Internet-Sperren für verbotene Inhalte. Die “Petition: Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009″, Wahlticker berichtete, wird von immer mehr Menschen unterzeichnet. Gleichzeitig stieß die erste Lesung des geplanten Gesetzes gerade unter Bloggern auf kein besonders gutes Echo. Auf Youtube kann man die Lesung zur “Lex Zensursula” bestaunen.
Derweil geben auch die öffentlich-rechtlichen Medien teilweise volle Breitseite: Beispiel die Sendung “Zapp” (NDR) in ihrer gestrigen Ausgabe, über die Ministerin die “viel Show und wenig Konkretes biete”. Den Beitrag kann man in voller Länge auf der Seite des NDR sehen.
“Dieses Gesetz, sollte es so verabschiedet werden, bildet die endgültige Grundlage für die Einrichtung einer Internet-Zensur in Deutschland. Die Piratenpartei fordert hiermit den sofortigen Stopp dieser verfassungswidrigen Bestrebungen, und die Besinnung auf die Grundfesten unserer Demokratie.” meint dazu der Vorsitzende der Piratenpartei in Niedersachsen (Quelle: fair-news.de).
Die Piratenpartei, welche sich den Kampf um Datenschutz und gegen den Gläsernen Bürger quasi auf die “Totenkopffahne” geschrieben hat, ist übrigens auch zur Europawahl zugelassen. Vielleicht sollte man anfangen, diese Partei ein bisschen mehr ernst zu nehmen.
//Update 8.5.09, 9:00: Die Marke von 50.000 Unterzeichnern für die Petition wurde überschritten. Die Mitunterzeichnung läuft noch über einen Monat, es ist mit einem hohen Wert zu rechnen.
Arme Gesine Schwan, die Presse scheint sie verloren zu haben, bei ARD & ZDF darf sie bis zur Wahl nicht mehr auftreten. Der Bundespräsident selbst hat sie zu allen Terminen in diesem Jahr ausgeladen, zu denen sie als Beuftragte der Regierung für die Koordination der deutsch-polnischen Freundschaft für gewöhnlich anwesend ist (z.B. Presseball). Die Linke hat sie vergrätzt, so dass diese ihren eigenen Kandidaten aufstellte - wenngleich sie diesen in einem späteren Wahlgang vermutlich zurückziehen würde, senkt dies die ohnehin geringen Chancen. Die Grünen sind nicht im Boot, zumindest nicht komplett, und neuerdings liest man fast täglich von SPD-Wahlmännern die auch lieber Köhler wählen möchten.

